Kaufhaus GUM l
   
Gebaut: 1888-1893, Architekt: A. Pomeranzew, Bauherr: Zar
Länge: 250 Meter, Tiefe: 88 Meter, 3 Passagen mit jeweils 2 Etagen
Lage: Roter Platz 3 - also direkt im Zentrum
Größtes Kaufhaus in Rußland
   
Warteschlangen: Die Zeiten, in denen die Russen in langen Schlangen vor den Geschäften warteten und Waren oft nur über Beziehungen zu bekommen waren, sind endgültig vorbei. Im GUM bekommen Sie fast alles, was das Herz begehrt. Ein Lebensmittelmarkt oder Zeitungskiosk ist dort zwar nicht angesiedelt, aber dafür so edle Marken wie Braun, Black und Decker, Dior, Kodak, Sony, JVC, Galerie Lafayette etc.. Alles was Rang und Namen hat, schlug schnell die Zelte im GUM auf. Wer hier ein Ladenlokal ergattern konnte, verdient sich jetzt eine goldene Nase.


Kaufhaus GUM Aussenansicht vom Roten Platz
Foto: Caspari

TIP: KARSTADT ist auch im GUM groß vertreten. Obwohl dort sehr viel Kleidung verkauft wird, die im Westen seit 5 Jahren keiner mehr haben (unsere lieben Freunde in Ostdeutschland kennen das Spiel ja schon ;-) will, bietet sich ein unschätzbarer Vorteil: Es gibt eine Abgabestelle für Einkaufstaschen, Rucksäcke etc. So können Sie Ihr Gepäck abgeben und den Bummel unbeschwert fortsetzten... Hüte: Wer die typischen russichen Schapkas, also Hüte sucht, der wird auf der 2. Etage fündig.


Kaufhaus GUM Innensicht.
Foto: Caspari

Sourvenirhändler verkaufen im GUM auf Tischen die Mitbringsel für die Lieben daheim. Ominöse Gestalten lungern mit riesigen Sporttaschen im GUM herum und stürzen sich auf jeden Ausländer: "...do you want to buy sourvenir...?". Im Angebot sind Holzschachteln, Matruschkas, Münzen, Orden, Briefmarken, Postkarten etc. Die Preise sind nicht immer  vernünftig - verhandeln Sie !! Auchtung bei "handbemalten" Holzschachteln. Diese sind oft mit einem wunderschönen Motiv bedruckt und dann lackiert. Man benötigt eine Lupe, um zu sehen, daß es sich um Fabrikware handelt. Nehmen Sie sich eine Lupe mit - Sie erkennen dann ein Raster - wie bei einem Zeitungsfoto...Generell gilt: Kaufen Sie besser in einem der Sourvenirläden im GUM (auch 2. Etage) - dort steht der Preis der Ware vorher fest.
Vor einigen Geschäften, vor allem den renommierten aus dem Ausland, bilden sich manchmal Schlangen. Es wird nur eine begrenzte Anzahl von Kunden hereingelassen. Taschen müssen oft abgeben werden. Nicht jeder kann sich den Bummel im GUM leisten. Viele Ausländer glauben "...na, die Russen kaufen doch wie wild - so schlecht kann es denen ja nicht gehen..."Der Schein trügt: Obwohl das Kaufhaus immer brechend voll ist und die Waren guten Absatz finden, kann sich nur eine Minderheit den Luxuseinkauf dort leisten. Allerdings macht bei einer Einwohnerzahl von 9 Millionen die Minderheit der "oberen 10.000" schon einige 100.000 Personen aus. Der Kontrast wird sichtbar, wenn man mit offenen Augen durchs GUM geht: Dort trifft man die Dame im Nerz und nebenan  eine steinalte Frau, die um ein paar Rubel bettelt.
   



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