Wirtschaft
     
Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel der Russischen Föderation
Verband der deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation
Delegation der Deutschen Wirtschaft in der Russischen Föderation
Nutzen Sie die Erfahrung und die Kontakte des Deutsch-Russischen Forum e.V.
Wirtschaftsdatenblatt Russische Föderation (Auswärtiges Amt BRD)
Umweltschutz - Emissionsrechtehandel und die Folgen (DIW)

     
Wirtschaftsdatenblatt (des Auswärtigen Amtes der BRD) Russische Föderation
(Stand: Juni 2004)
 
  Russische Föderation 2002 2003
  1. Bevölkerung
144,0 Mio.* 143,1 Mio.*
  Wachstum in v.H. - 0,6 - 0,6
  2. BIP 345,9 Mrd. USD ** 433 Mrd. USD
  Industrie 27,0% 26,9 %
  Landwirtschaft 5,7% 5,2%
  Bau 7,0% 7,2%
  Dienstleistungen (einschl. Transport, Komm., Handel
sowie staatliche und kommunale Dienstleistungen
59,4% 59,8%
  BIP/Kopf 2,361 USD  
  Reales Wachstum + 4,3% + 7,3%
  Inflationsrate 15,1% 12,0%
  Arbeitslosenquote 8,8% 8,2%
  3. Staatshaushalt    
  Einnahmen 69,18 Mrd. USD 87,71 Mrd. USD
  Ausgaben 64,32 Mrd. USD 79,96 Mrd. USD
  Saldo in v.H. des BIP + 1,5% 1,7%
  4. Zahlungsbilanz    
  Leistungsbilanz (Saldo) +32,8 Mrd. USD + 39,1 Mrd. USD
  Außenhandel    
  Einfuhr 60,5 Mrd. USD 75,4 Mrd. USD
  Ausfuhr 107,3 Mrd. USD 135,5 Mrd. USD
  Saldo + 46,6 Mrd. USD + 60,1 Mrd. USD
  Dienstleistungen - 9,9 Mrd. USD - 10,9***
  Kapitalverkehr Bilanz-Saldo - 23,1 Mrd. USD - 7,1***
  Bestand der Geld u. Devisenreserven 47,8 Mrd. USD 76,9 Mrd. USD
  5. Staatliche Außenverschuldung    
  Schuldendienstquote 122 Mrd. USD 119 Mrd USD
  6. Währung (Jahresendkurs)    
  Zu EUR 33,11 R/EUR 36,82 R/EUR
  Zu USD 31,78 R/USD 29,45 R/USD
  7. Bilaterale Beziehungen    
  Bilateraler Handel    
  absolut 24,552 Mrd. EUR 25,471 Mrd. EUR
  Veränderung in v.H. 1,8% 3,7%
  Stellenwert des Handels    
  für Deutschland 14. Stelle 14. Stelle
  für Russische Föderation 1. Stelle 1. Stelle
  Ausfuhrbürgschaften des Bundes    
  Plafond April 2002: neuer Plafond i.H.v. 1 Mrd. EUR; seit Juli 2003 Aufhebung des Plafonds
  Dt. Direktinvestitionen 410 Mio. EUR  
       
  Investitionsschutzvertrag: 30.08.1991
Doppelbesteuerungsabkommen: 30.05.1996
* Angaben jeweils nach dem Stand zum 1. Januar des entsprechenden Jahres
** Jahresendkurs 2003: 29,45 Rbl/USD und 36,82 Rbl/USD
*** Vorläufige Angaben der Zentralbank
   
     
 

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird routinemäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

 


 

Pressemitteilung des DIW Berlin vom 13.10.2004

Schlagzeile: Klimawandel verursacht erhebliche Kosten auch in Deutschland - Russland Gewinner des Emissionsrechtehandels

Zusammenfassung: Der durch die Menschen verursachte Klimawandel ist gravierend und hat schwerwiegende Auswirkungen für die Volkswirtschaft. Das DIW Berlin beziffert im aktuellen Wochenbericht 42/2004 das zu erwartende Ausmaß der Schäden: Wird in den kommenden Jahren der Ausstoß der Treibhausgase nicht vermindert und steigt die Temperatur global um ein Grad Celsius, richten Naturkatastrophen in Deutschland voraussichtlich Schäden in Höhe real von bis zu 137 Mrd. Euro im Jahre 2050 an. Weltweit ist mit Zerstörungen in Höhe von 2 Billionen US-Dollar zu rechnen.

Details In Europa werden künftig vermehrt extreme Hitzeereignisse, Fluten und Stürme in der Stärke von Hurrikanen auftreten. Bereits in den vergangenen drei Jahrzehnten sind die ökonomischen Schäden aufgrund extremer Wetterereignisse um den Faktor 15 gewachsen. So verursachte die Hitzewelle 2003 in Europa Kosten von zehn bis 17 Mrd. Euro. Flexible klimapolitische Instrumente wie der Emissionsrechtehandel können das Ausmaß der Kosten einer Emissionsreduktion reduzieren. Unterzeichnet Russland, wie von der russischen Regierung angekündigt, vor Jahresende das Kyoto-Protokoll, wird dies die Kosten der Emissionsminderung für Europa und gerade auch für Deutschland erheblich mindern. Auch Russland selbst würde profitieren: Der Emissionsrechtehandel könnte dem Land Mehreinnahmen von 20 Mrd. US-Dollar einbringen.

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Renate Bogdanovic
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